TOP 10 besten Spielmacher aller Zeiten (Ⅲ)

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Platz 6

Ferenc Puskas

Hier scheiden sich etwas die Geister der vermeindlichen Fußballexperten, nicht wegen seiner fußballerischen Fähigkeiten – die stehen ausser Frage – sondern an dem was er nun war; ein stürmender offensiver Mittelfelspieler oder ein aus der zweiten Reihe kommender Stürmer? Ich habe hier und im Freundeskreis viel darüber diskutiert, jedoch letztendlich den Ausschlag gab die Tatsache, das er als Begründer der Rückennummer 10 als Synonym für echte Spielmacher gilt.

1927 in Budapest geboren spielt Puskas schon mit 15 Jahren in der Männermannschaft von Kispest wo sein Weg schnell steil nach oben führte. Nach der Übernahme und Umbennung des Vereins durch das ungarische Sportministerium bekam er den Rang eines Majors, was im dem Spitznamen „der gallopierende Major“ einbrachte, jedoch ohne je aktiv im Militär gedient zu haben.
In den Folgejahren gewann er mit seinem Club jede erdenkliche nationale Meisterschaft und war die tragende Säule in der legendären goldenen Elf der Ungarn, die lange Zeit als unschlagbar galt, u.a. 32 Pflichtspiele in Folge nicht verloren hatte und 1952 in Helsinki die Goldmedaillie gewann.

Nach dem ungarischen Volksaufstand 1956 immigriete Puskas auf Grund der unsicheren politischen Lage ins Ausland, was ihm eine 18-monatige Sperre durch die FIFA einbrachte. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon 30 Jahre alt und nicht im fittesten Zustand war, gelang es ihm nach Ablauf seiner Sperre 1958, mit Hilfe eines alten Weggefährten einen Vertrag bei Real Madrid zu unterschreiben. Eigentlich schon im Herbst seiner Karriere wurde er hier zum absoluten Leistungsträger und engen Freund von di Stefano, mit dem er in den Folgejahren mehrfach den Landesmeister-Cup, die spanische Meisterschaft und den Weltpokal gewann.

1969 beendet er dann seine aktive Zeit als Fußballer um dann als Trainer 19! verschiedene Mannschaften zu trainieren. Leider verstarb er im Jahre 2000 nach langer Krankheit.

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Platz 5

Michel Platini

1973 debürte der dreifache Europas Fußballer des Jahres in der ersten französischen Liga beim FC Nancy. Er führte das Team in den folgenden Jahren zu nie gekanntem Glanz und galt schnell als große Hoffnung des französischen Fußballs. Auf Grund von Unstimmigkeiten innerhalb seines Vereins wechselte er 1979 zu Saint Entienne, jedoch mit eher mässigen Erfolg, so das er die ersten Stimmen gab die ihn als ewiges Talent abstempelten und zu erkennen glaubten das er dem Druck nicht gewachsen ist.

Er sollte in den folgenden Jahren all seinen Kritiker Lügen strafen als er zu alten Dame nach Italien wechselte, zwar kam er bei Juve auch nicht sofort in den Tritt, doch nach dem er sich trotz vieler Neider und medialen Gegenwind im ersten Jahr durchgebissen hatte, war er nicht mehr aufzuhalten. Danke einer überragenden Schusstechnik, vor allem bei seinen präzisen Freistößen und einem alles umfassenden Blick für seine Mitspieler wurde er unter dem Trainer Trapptoni schnell zu einem Superstar und einem der auffälligsten Fußballer der 80er Jahre. Der Aufstieg von Juve zu elitären Kreis der beeindruckensten Vereinsmannschaften der Welt war eng mit seinem Namen verbunden. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn wurde er Nationaltrainer ohne vorher und auch nachher je eine Vereinsmannschaft trainiert zu haben. Heute ist er unangefochtener Präsident der UEFA und Erzfeind Blatters.

 

 

TOP 10 besten Spielmacher aller Zeiten (Ⅰ)

TOP 10 besten Spielmacher aller Zeiten (Ⅱ)

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